{"id":30,"date":"2018-08-07T21:38:15","date_gmt":"2018-08-07T21:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--schtzenverein-thalheim-ulc.de\/?page_id=30"},"modified":"2018-09-10T21:59:57","modified_gmt":"2018-09-10T21:59:57","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/xn--schtzenverein-thalheim-ulc.de\/?page_id=30","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahre 1908 wurde in Thalheim der Sch\u00fctzenverein \u201eHubertus\u201c aus der Taufe gehoben.<\/p>\n<p>Beherzte M\u00e4nner, die wohl mit der Waffe umzugehen wussten gr\u00fcndeten unter dem 1. Vorsitzenden Josef Hartmann einen Sch\u00fctzenverein.<\/p>\n<p>Bekannte Mitgr\u00fcnder waren B\u00fcrgermeister Josef Gotthardt, Lehrer Gustav Schramm, Spenglermeister Johann Erl und Landwirt Josef Gotthardt.<\/p>\n<p>Kreis und Gemeinde verfolgten den Zusammenschluss der Sch\u00fctzen zu einem Verein mit Wohlwollen.<\/p>\n<p>Der Schie\u00dfplatz in der Gr\u00fcnderzeit lag im freien Gel\u00e4nde, nahe der \u201eB\u00e4renh\u00f6hle\u201c hinter der Bahnlinie.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren fanden \u201ePreisschie\u00dfen statt, die Sch\u00fctzen feierten mit den Ortsvereinen gemeinsam; \u00fcberall waren sie gerne gesehen, und ihr aufrechter Sinn, ihre untadelige Haltung und Kameradschaft waren sprichw\u00f6rtlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kein Protokoll, keine Niederschrift zeugt von der Dauer dieser Sch\u00fctzenbruderschaft. Es wurde mit den Jahren still um den Sch\u00fctzenverein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann wurden die jungen Sch\u00fctzen eingezogen, und man muss annehmen das einige von ihnen die Heimat nicht wiedersahen. Die Nachkriegszeit lie\u00df f\u00fcr das Vereinsleben wenig Raum, dann kam die Inflation, die 1923 ihren H\u00f6hepunkt erreichte. Die Sorge um die Familie, Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Situation taten ein \u00fcbriges, sportliches Schie\u00dfen in den Hintergrund treten zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Zeit des \u201eDritten Reiches\u201c diente der Schie\u00dfsport ausschlie\u00dflich der vormilit\u00e4rischen Ausbildung. Er wurde ausge\u00fcbt durch Organisationen der NSDAP bis zum Ende des 2. Weltkrieges. In der Zeit befand sich der Schie\u00dfplatz unterhalb des Steinbruchs der Firma Schmidt Basalt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ankn\u00fcpfend an die alte Tradition feierte der Sch\u00fctzenverein \u201eHubertus\u201c am 7.11.1956 im Gasthaus \u201eZur alten Post\u201c seine Wiederauferstehung. Johann Schreiner, Peter Schmidt, Alois Schmidt, Gerd Gerlach, Alfred Machetanz, Peter Weyer, Theo Heep, Gerd Wagenbach, Dieter G\u00f6bel, Jakob Neuwirth, Helmuth Kaufmann, G\u00fcnter Fr\u00f6hlich, Alois Machetanz, Horst Schmidt, Alois Heep, Werner Heep, Otto M\u00fcller und Josef Schwarz waren spontan bereit, der alt-neuen Gemeinschaft der Sch\u00fctzenbr\u00fcder beizutreten. Im gutem Einvernehmen wurde gleich am ersten Abend der Wiedergr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereins der Gr\u00fcndungsvorstand gew\u00e4hlt. Die Aufnahmegeb\u00fchr betrug zu dieser Zeit 0,30 DM und der Monatsbeitrag 0,50 DM. Das \u00dcbungsschie\u00dfen fand mittwochs und sonntags im Saal des Vereinslokals \u201eZur alten Post\u201c statt. Der Schu\u00df kostete 0,02 DM.<\/p>\n<p>Die erste gr\u00f6\u00dfere Veranstaltung des noch jungen Vereins fand am Fastnachtsonntag 1957 statt. Ein K\u00f6nigsschie\u00dfen am 1. Mai sowie ein Preisschie\u00dfen am Kirchweihfest wurden ebenfalls noch durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Am Ende des Jahres 1957 z\u00e4hlte der Verein bereits 38 M\u00e4nner und 11 Frauen zu seinen Mitgliedern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits 1958 feierte der Sch\u00fctzenverein sein 50-j\u00e4hriges Gr\u00fcndungsfest, welches ein gro\u00dfer Erfolg wurde. An diesem Fest nahmen neben dem B\u00fcrgermeister Paul Habel auch Kreissch\u00fctzenmeister Schmidt sowie Landessch\u00fctzenmeister Frey teil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Leben im Sch\u00fctzenverein lief weiter mit seinen Sonnen- und Schattenseiten. Nachdem abzusehen war das der Schie\u00dfbetrieb im Saal des Gasthauses \u201eZur alten Post\u201c auf Zeit nicht mehr oder nur mit Schwierigkeiten durchzuf\u00fchren war wurde 1962 der Bau eines Sch\u00fctzenhauses geplant.<\/p>\n<p>Bereits im Sommer 1962 begann man mit den Arbeiten. Im Jahre 1965 stand der Rohbau, die Einweihung des Hauses sowie der Schie\u00dfanlagen fand nach 5 j\u00e4hriger Bauzeit am 29.10.1967 statt. Der Verein z\u00e4hlte zu diesem Zeitpunkt bereits 55 Mitglieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>60 Jahre Sch\u00fctzenverein feierte man am 15.06.1968 mit einem festlichen Kommers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch das Gl\u00fcck war nicht von langer Dauer, denn schon nach vier Jahren stellte man erste Sch\u00e4den in der Decke und dem Mauerwerk des Sch\u00fctzenhauses fest. Nachdem immer wieder erfolgte Ausbesserungsarbeiten keinen Erfolg brachten wurde in der Mitgliederversammlung am 11.01.1980 ein Neubau des Sch\u00fctzenhauses beschlossen.<\/p>\n<p>Und dieses mal ging der Bau auch dank moderner Maschinen \u00a0schneller. So konnte bereits am 11.09.1982 der Neubau seiner Bestimmung im Rahmen eines Festkommerses \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 30.09.1983 war es dann dem Sch\u00fctzenverein verg\u00f6nnt sein 75 Gr\u00fcndungsfest zu feiern. Diese Veranstaltung stand ganz unter dem Zeichen \u201e<strong>Tradition und sportliche Moderne<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Jahr 1987 wurde zu einem Jahr der gro\u00dfen Ver\u00e4nderung. Eine \u00c4ra, die 1971 begann, ging zu Ende. G\u00fcnter Fr\u00f6hlich legte aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden sein Amt als Erster Vorsitzender des Sch\u00fctzenvereins nieder. Mit ihm beendete fast der gesamte Vorstand seine Arbeit.<\/p>\n<p>Zum neuen Ersten Vorsitzenden wurde in der Mitgliederversammlung am 20.02.1987 Wolfgang Vogel gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahre 1991 wurde dem Verein eine von Daniela Herzinger und Brigitte Kaiser gestaltete Fahne \u00fcberreicht, die bis zum heutigen Tag bei festlichen Veranstaltungen aufgezogen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1993 wurde ein langgehegter Wunsch der Thalheimer Sch\u00fctzen wahr, es wurde mit dem Bau der Kleinkalibergewehr- sowie Sportpistolenanlage begonnen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst musste das alte Sch\u00fctzenhaus sowie einige B\u00e4ume f\u00fcr die Anlagen weichen und schon im Herbst waren die Fundamente sowie die Bodenplatten hergerichtet, so dass man die Grundsteinlegung im beisein von B\u00fcrgermeister Paul Ahrens und Ortsvorsteher Alois Gotthardt begehen konnte.<\/p>\n<p>Das Jahr 1994 stand ganz im Zeichen des Neubaus. Es wurde das ganze Jahr \u00fcber der Bau fortgef\u00fchrt, so dass am Ende des Jahres der Rohbau fertiggestellt war.<\/p>\n<p>Am 07.10.1995 war es dann soweit, nachdem mehr als 7000 Arbeitsstunden geleistet waren, da alle Arbeiten in Eigenleistung ausgef\u00fchrt wurden und mehr als 250.000 DM f\u00fcr Baumaterialien aufgewendet worden waren, konnte der Neubau seiner Bestimmung \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p>Die feierliche \u00dcbergabe wurde im Rahmen einer Einweihungsfeier, die unter der Schirmherrschaft von Landrad Dr. Manfred Fluck stand, vorgenommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem im Jahre 1999 noch ein kleiner Anbau angef\u00fcgt wurde und im Jahre 2003 ein Biergarten geschaffen wurde, ist die Schie\u00dfsportanlage nun vollendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unser l\u00e4ndlicher Raum steht in seiner Infrastruktur in Sachen Sport den St\u00e4dten in nichts nach. Was in den Jahrzehnten in Gemeinschaft mit Gemeinde, Vereinen, Kreis und Land in Dornburg an Sportst\u00e4tten geschaffen wurde, erf\u00fcllt uns mit Dank und Stolz.<\/p>\n<p>Gesundheit, Lebensgl\u00fcck und Lebensqualit\u00e4t kann selbst ein Wohlfahrtsstaat nicht garantieren und finanzieren. Sie h\u00e4ngen nicht zuletzt von der Selbstdisziplin und vern\u00fcnftiger Lebensweise des m\u00fcndigen B\u00fcrgers ab. Der Sport ist ein guter Weg zu Gesundheit, Gemeinschaft und Lebensfreude.<\/p>\n<p>Die Thalheimer Sch\u00fctzen haben viel Veraltetes abgelegt und schreiten voller Optimismus vorw\u00e4rts in die Zukunft. Die Sch\u00fctzen sind bereit, das von den Gr\u00fcndern \u00fcbernommene Erbe zu erhalten und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wer den Weg in ihre Reihen findet, der erlebt in der Gemeinschaft jene sch\u00f6ne Stunden, die seinem Leben zus\u00e4tzlich einen begl\u00fcckenden Inhalt verleihen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre 1908 wurde in Thalheim der Sch\u00fctzenverein \u201eHubertus\u201c aus der Taufe gehoben. 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